Im März ist die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche der zentrale Feiertag. Nun sind Tag un Nacht gleich lang, die helle Jahreszeit beginnt und die dunkle Zeit wird zünftig verabschiedet.
Den "Bösen" Winter zu verbrennen und zu verbannen war ein Freudenfest. Unseren Vorfahren war natürlich bewusst, dass der Winter eines Tages wiederkommen und wieder die Oberhand gewinnen würde, aber fürs Erste hatte man es geschafft, und das war ein Grund zum Feiern
In vielen Gegenden wurde der Winter in Form einer großen Strohpuppe aus dem Dorf getragen und dann verbrannt oder in einen Fluss geworfen. Manchmal wurden diese Puppen als Hexen bezeichnet. Sie symbolisieren die dunklen, lebensfeindlichen Wintergöttinnen, wie beispielsweise die slawische Marzana (sie hat viel Namen: Mara, Morena oder Mora) Manchmal wird dieses alte Brauchtum als Hinweis auf die Historischen Hexenverbrennungen fehlinterpretiert aber es ist viel älter und geht weit in vorchristliche Zeiten zurück.
RITUAL:
Glück und Segen für die Lieben
An diesen fröhlichen Brauch knüpft auch das folgende Ritual an.
Besorge dir dafür Zweige, schmücke sie mit bunten Bändern und stelle sie in eine Vase. Sie sorgen für die richtige Stimmung im Raum.
Bastele nun eine Sonne. Sie kann aus Papier sein, aus Pappmachee, Modelliermasse oder einem anderen material, mit dem du gerne arbeitest. Wichtig ist nur, dass man sie hinterher aufhängen kann.
Sie sollte rund und schön sein, wie das für die Sonne üblich ist, und Strahlen haben. Zeichne oder schreibe auf jeden der Strahlen etwas Gutes, das du dir und den Menschen, die dir nahestehen, wünschst. Natürlich dürfen auch geliebte Haustiere darin vorkommen oder zum Beispiel dein Garten oder ein Ort in der Natur, den du gerne magst. Es geht um alles und alle, zu denen du in liebevoller Beziehung stehst und denen du Glück und Segen für das Jahr wünschst.
Du kannst direkt Worte auf die Strahlen schreiben, aber wenn du es diskret halten willst, kannst Du auch einfach Farben verwenden. Im Brauchtum werden vor allem Rot, Grün, Weiß und Gelb zu den Frühlingsfesten verwendet, gerne auch in Tupfen Blau für den blauen Himmel, den man nun öfter sieht. Bemale den jeweiligen Sonnenstrahl einfach in der Farbe, die dich für das Thema anspricht.
Gehe frei an die Sache heran, lass dich von deinem Gefühl leiten. Das Wichtigste bei diesem Ritual ist die Absicht, die dahinter steht, ein bisschen Schwung und gute Laune sollten auch nicht fehlen. Bei diesem Zaubergeht es um das, was gedeihen soll und auch um die Gemeinschaft als solche. Alle sollen gestärkt werden.
Kein Mensch ist eine Insel. Wir leben in einer Gemeinschaft und ganz ähnlich wie bereits beim Ritual für die Seelen und Spirits im Januar- den Menschen in früheren Zeiten war sehr bewusst,m dass man nicht nur sich selbst, sondern auch das Umfeld stärken sollte, wenn man glücklich leben will.